Grundlage der Predigt war Psalm 19,2: «Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.» Der Bischof zeigte, wie die Schöpfung auf Gott hinweist und zu Dank, Umkehr und Gebet einlädt. Auch unser Leben als Geschöpfe Gottes solle von ihm erzählen.
Die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung laden zum Staunen und Danken ein. Ebenso geben Gottes Nähe, die Sakramente und die Gemeinschaft im Gottesdienst Anlass zur Dankbarkeit. Das Vertrauen, von Gott geliebt zu sein, schenke inneren Frieden und ermögliche es, anderen mit Wertschätzung und Geduld zu begegnen.
Busse bedeute, das eigene Verhalten zu prüfen und Verantwortung zu übernehmen. Angesichts von Hitze, Überschwemmungen und schwindender Artenvielfalt rief der Bischof zu einem sorgsamen Umgang mit den Ressourcen auf, auch im Blick auf kommende Generationen. Die Liebe zu Gott und zum Nächsten solle dieses Handeln tragen. Das Gebet beschrieb er als Pflege der Beziehung zu Gott. Wie in der Schöpfung alles miteinander verbunden sei, brauche auch diese Beziehung den Austausch. Er ermutigte dazu, das Gebet neu zu entdecken und im eigenen Leben Gottes Wirken sichtbar werden zu lassen.
Vor ihrer Ruhesetzung wirkten beide Diakone ein letztes Mal bei der Wortverkündigung mit. Kurt Graf regte an, Gottes Liebe mit jedem Atemzug bewusst wahrzunehmen, und dankte für den gemeinsamen Glaubensweg. René Schneider bekräftigte seine Glaubensüberzeugung, dass bei Gott nichts unmöglich sei, dankte für Gottes Hilfe in allen Lebenslagen und betonte die Einheit in der Vielfalt, auch über konfessionelle Grenzen hinweg.
In seiner Ansprache dankte der Bischof Kurt Graf für über 32 Jahre Amtsdienst und würdigte sein einfühlsames Zuhören, seinen Humor und seine Beharrlichkeit. René Schneider galt sein Dank für über 25 Jahre als Diakon sowie für sein Engagement in der Ökumene, der Kommunikation und in internationalen kirchlichen Aufgaben.
Beide bezeichnete er als verlässliche Vorbilder im diakonischen Dienst, in deren Wirken Gottes Liebe zur Gemeinde erkennbar geworden sei. Ausdrücklich dankte er auch ihren Ehefrauen und Familien für die Unterstützung.
Im Auftrag des Apostels entband der Bischof sie von ihrem Amtsauftrag; ihre Amtsvollmacht im Diakonenamt bleibt erhalten.