Einweihung
Zur Einweihung der über die letzten zwei Jahre grundlegend umgebauten Kirche verwendete der Bezirksapostel Jürg Zbinden ein Textwort aus Psalm 122, Verse 3,4 letzter Teil: «Jerusalem ist gebaut als eine Stadt, in der man zusammenkommen soll, …, zu preisen den Namen des Herrn». Dazu führte er aus, dass der Segenswunsch für den Offenbarungsort Gottes auch einen Wunsch für Frieden beinhalte, welcher hier erlebbar sei. Es soll ein Ort der Gemeinschaft mit offenen Toren sein. Alle sind willkommen, die Nähe zu Gott zu suchen, ihn zu erleben und eine Beziehung aufzubauen. Es ist auch eine Stätte der Tröstung und der Versöhnung. Hier werden Feste der Dankbarkeit und Freude gefeiert. Gemeinsam wird hier Gott angebetet. Göttliches Leben wird geboren und gepflegt. Aus Liebe zu Gott und seiner Fürsorge loben und preisen wir ihn dankend, auch mit Opfer.
Im Weihegebet wies der Bezirksapostel darauf hin, dass diese Kirche eine Wirkungs- und Offenbarungsstätte des Heiligen Geistes sei und göttliches Heil vermittelt werden soll. Wort und Gnade Gottes offenbaren sich hier und die Sakramente der Kirche Christi werden gespendet.
Festgottesdienst zu Ostern
Nach Gemeindegesang, Bibellesung zu Ostern und einem Intermezzo des Orchesters wurde der Festgottesdienst mit der Wortverkündigung an diesem Ostersonntag fortgesetzt. Dazu diente der Bezirksapostel mit einem Textwort aus Johannes 14, Verse 18,19: «Ich will euch nicht als Waisen zurücklassen; ich komme zu euch. Es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr. Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.»
Die Kerngedanken dazu waren:
- Jesus Christus, der Auferstandene, ist in jedem Gottesdienst durch das Wirken des Heiligen Geistes mitten in der Gemeinde. Wir schenken denen Glauben, die von Jesus gesandt und beauftragt sind. So wie den Frauen am Grab Jesus, welche den Jüngern berichteten, dass Jesus auferstanden sei.
- Im Voraus hatte der Sohn Gottes den Jüngern zugesichert, dass er für sie sorgen und da sein werde, auch wenn er gestorben sei, die Welt ihn nicht mehr sehe und er scheinbar gescheitert sei.
- Der Auferstandene ist zu denen gegangen, die ihm geglaubt hatten, hat ihnen Trost und Frieden ins Herz gelegt, ihren Glauben gestärkt und Mut gemacht. Das Leben geht weiter: «Geht hin und verkündet das Evangelium bis ans Ende der Welt». Das gilt heute noch. Wir alle sind angesprochen von der Liebe Gottes, die in uns ist, abzugeben.
- Die Verheissung im zweiten Teil des Textwortes: «Ihr aber seht mich, denn ich lebe, und ihr sollt auch leben», wurde nach Pfingsten wahr gemacht. Die Kraft des Heiligen Geistes macht das Angebot Gottes zugänglich. Wir können die Wirkung des Wort Gottes und der Sakramente in dieser Stätte erfahren und Gott begegnen. Voraussetzung dazu ist, dass wir glauben, Jesus Christus nachfolgen und in ihm leben.
Der Bezirksapostel schloss mit dem Wunsch, dass alle die umgebaute Kirche, ein Ort der Helligkeit, ins Herz schliessen mögen und sagen können: «Ja, hier bin ich zu Hause und erlebe den Sohn Gottes und er bleibt bei mir. Ich diene ihm aus Überzeugung». Dann dankte er allen, die am Umbau beteiligt waren, insbesondere dem Architekten und den Mitarbeitenden der Verwaltung.
Bischof Rudolf Fässler hob die wunderbare äussere und durch den Wiederbezug innere Ausstrahlungskraft der neu eingeweihten Kirche hervor. Apostel Thomas Deubel wies in seinem Predigtbeitrag darauf hin, dass das Ostergeschehen Gottes Werk war. Gott am Werk können wir auch hier erleben, wenn der Heilige Geist wirkt und wir Heiliges Abendmahl feiern.
Zur weiteren Freude der ganzen Gemeinde spendete der Bezirksapostel einem Kind sowie einer Mutter und ihrem Kind die Gabe des Heiligen Geistes.
Die vielfältigen musikalischen Beiträge des Gemeindechores und des Orchesters liessen die Anwesenden die klangvollere Akustik der wiederbezogenen Kirche ein erstes Mal erleben und sichtlich erfreut hören.
Neues geschaffen – Neuapostolische Kirche Zürich-Hottingen
Die im Juli 1979 eingeweihte Kirche in Zürich-Hottingen diente unserer seit 1895 bestehenden Gemeinde über die letzten 40 Jahre als Versammlungsstätte für Gottesdienste und Pflege der Gemeinschaft. Ab Mitte 2021 erfolgte eine umfassende Renovation und Sanierung des Kirchengebäudes, um die Anforderungen an eine zeitgemässe und nachhaltige Infrastruktur zu erfüllen. Die umgebaute Kirche erhält mit hellem, einfarbig und homogen gestaltetem Kirchensaal und Kapelle eine sakrale Ausprägung. Das ästhetische Farbenspiel der grossflächigen Fenster verleiht der Kirche zusätzlich eine der Liturgie angemessene Lichtquelle. Ausserdem wurden mehrfarbige Räumlichkeiten für die Unterrichtung der Kinder, für Zusammenkünfte der Jugendlichen und Musizierenden geschaffen.
Die zentrumsnahe Lage sowie die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr ermöglichen allen Altersgruppen den Besuch der Gottesdienste sowie anderer kirchlicher Anlässe.